Radiometrische Feuchte- Tiefensonde S23.2

Merkmale
* Radiometrische Neutronensonde
* Meßbereich kleiner 1% bis 100% Wassergehalt
* hohe Ansprechempfindlichkeit
* hohe Reproduzierbarkeit der Meßergebnisse
* Meßergebnisse sind am Meßort sofort verfügbar
* Sondendurchmesser 16mm
* geringer Sondieraufwand (keine Bohrung erforderlich, Rammsondierung)
* geringfügige Störung des Meßgutes

Feuchtesonde S 23.2


Meßverfahren

Die von einer Am/Be- Neutronenquelle emmitierten schnellen Neutronen geben beim Auftreffen auf einen Atomkern nach den Gesetzen des elastischen Stoßes einen Teil ihrer Energie ab. Dieser Effekt ist beim zum Neutron annähernd gleich schweren Wasserstoffkern am größten, d.h. die Menge der thermischen (moderierten) Neutronen steht im direkten Zusammenhang zu der Menge der die Meßsonde umgebenden Wasserstoffatome. Diese moderierten Neutronen lösen in einem He3 - Proportionalzählrohr elektrische Impulse aus, die nach Verstärkung und Selektion einem Zählgerät zur Erfassung zugeführt werden können. Nach einer Kalibrierung der Sonde mittels anderer Meßverfahren kann somit der Wassergehalt von Bodenstrukturen mit geringem Aufwand und ohne Störung derselben auch über längere Zeiträume gemessen werden.

Anwendungen
Baugrunduntersuchungen, Untersuchung der Standsicherheit von Böschungen, Dämmen und anderen Aufschüttungen, Prüfung und Beurteilung der Abdichtung von Deponieuntergründen, Prüfung von Verdichtungsmaßnahmen.
Prüfung von Trockenlegungen an Gebäuden.
Wissenschaftliche Untersuchungen in Land- und Forstwirtschaft, dei denen Bodenfeuchte als Parameter über längere Zeiträume ermittelt wird.
Kontinuierliche Bestimmung des Wassergehaltes in industriellen Verfahren an Schüttgütern, aggressiven oder explosiven Stoffen ohne direkten Kontakt.
Hinweis: Für einen Teil der hier genannten Anwendungen dient zur Ergänzung der Messung die Dichtebestimmung mit der Radiometrischen Dichte- Tiefensonde S24.2.

Hinweis
In der Feuchte- Tiefensonde S23.2 kommt eine Umschlossene 241Am/Be- Strahlenquelle mit einer Aktivität von ca. 3 GBq zum Einsatz. Zum Schutz vor diesen Strahlen befindet sich die Sonde in einem Abschirmbehälter. Beim sachgemäßen Umgang werden die amtlichen Grenzwerte weit unterschritten.
Die Dosisleistung in einem Meter Abstand von der Sonde beträgt 15 µSv/h.
Zum Erwerb der Sonde ist eine Umgangsgenehmigung der zuständigen Landes- Strahlenschutzbehörde erforderlich.
Der Arbeitsbehälter entspricht der Verpackung Typ A entsprechend GGVS.


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